Mensch

Es ist – und angesichts der durch Menschen verursachten negativen Aspekte auf der Erde durchaus verständlich – unüblich geworden, vom Menschen als „Krone der Schöpfung“ zu sprechen. Und dennoch kommt man gerade durch die darwinistische Anschauung des Menschen als vom Tier abstammend und damit tierisch und rein um den Erhalt der Art und Existenz kämpfend nicht wirklich weiter. Ist diese Interpretation schon im Tier- und Pflanzenreich fragwürdig, entwürdigt sie den Menschen und das Menschsein geradezu. Die „Geistbegabung“ des Menschen, seine weitgehende Freiheit und auch die Möglichkeit, eine kosmisch-seelische Seinsebene denkend, fühlend und wollend zu Bewusstsein zu bringen, scheint uns gerade in dieser Zeit als wesentlich.

 

Das Menschsein, das wir hier im Zusammenhang mit der Schönheit als Ideal zu skizzieren versuchen, ist also tatsächlich ein Ideal, das es zumeist erst zu schaffen und zu verwirklichen gilt. Es ist eine Kapazität im Menschen, die sich – wohl nur – durch dessen eigene Bemühung und Entwicklung langsam zur Realität formen lässt.

 

Herausragende Menschen in Wissenschaft, Kunst und Religion können hier beispielhaft sein. Um der praktischen Anschauung willen und auch aus Gründen der Authentizität und eigenen Erfahrung werden hier besonders zwei Menschen, welche aus unserer Sicht jene drei genannten Wirkungssphäre auf eine für die Gegenwart unglaublich Perspektiven schaffende Art in sich vereinen und außerordentlich fruchtbar gestaltet haben bzw. gestalten, den Mittelpunkt der Betrachtung einnehmen: Rudolf Steiner und Heinz Grill.