Landschaft

Gemäß der hier aufgegriffenen Gliederung der Naturreiche ist die erste Ebene jene des „Mineralischen“, die wir aus Gründen der praktischen Anschauung und der Erlebbarkeit mit dem Begriff „Landschaft“ etwas weiter und unkonkreter gehalten haben. Dieser Umdeutung liegt zugrunde, dass die Landschaft wesentlich aus Mineralien und Gesteinen aufgebaut ist und damit das sozusagen Tote, das Gewordene, darstellt und mit der Erosion den physischen Bedingungen des Abbaues und der Schwerkraft unterliegt.

 

Natürlich ist die Landschaft mit Flora und Fauna von Leben „überzogen“ und durchdrungen, bietet ihr Heimat und Lebensraum und ist im Sinne des „puren“ Gesteins nur selten – etwa im Hochgebirge und den Wüsten – zu finden. (Und gerade hier erleben wir dann ja auch „das Wunder des Lebens“ besonders intensiv mit jeder Pflanze, die hier ergrünt.)

 

Eine weitere Faszination bieten dann tatsächlich die Mineralien und insbesondere deren Kristalle mit ihrer jeweils spezifischen, geometrischen Form, ihrer Farbigkeit oder wie im Falle des Bergkristalls oder des Diamanten, ihrer „leuchtenden“ Transparenz.

 

Das Wasser nehmen wir zur Landschaft hinzu. Dieses Element muss man ja geradezu als „geheimnisvoll“ benennen, in Schnee und Reif ebenfalls kristallin, doch natürlich auch fließend und sich sammelnd - oder als Dunst und Wolken in den Himmel steigend. Das Wasser trägt sowohl die Kräfte der Erosion als auch des Wachstums.